Workshops

Im Rahmen des dgs-Bundeskongresses werden zu folgenden Zeiten Workshops angeboten:

  • Donnerstag, 20.09.2018 | 15:00 – 17:00 Uhr
  • Samstag, 22.09.2018 | 09:00 – 11:00 Uhr

Mit der Online-Anmeldung zum Bundeskongress können Sie sich einen Platz in Ihrem Wunsch-Workshop kostenfrei buchen.

Workshops am Donnerstag, 20.09.2018 | 15:00 – 17:00 Uhr

Förderprogramm "Komm!ASS" (Kommunikationsförderung bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen)

Workshop-Leitung: Ulrike Funke, Lisa Federkeil

Die Besonderheiten in der Verarbeitung von Sinnesinformationen werden als eines der Kernsymptome autistischer Störungen betrachtet. Komm!ASS® stellt die Behandlung der Wahrnehmungsstörung als Grundlage für die Kommunikations- und Sprachanbahnung in den Vordergrund. Nicht die Vermeidung von Reizen, sondern das gezielte Hinführen zu unterschiedlichen Reizen soll die Wahrnehmung verbessern. Eine zeitgleiche Kombination der einzelnen Modalitäten und ein häufiger Wechsel dieser ermöglichen dem Patienten, sich und seine Umwelt vielfältiger zu erleben. Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit verbessern sich und es wird so eine optimale Grundlage für Interaktion geschaffen. Mithilfe lautsprachunter-stützender Gebärden und konstanter, körpernaher Führung von Handlungen wird das gemeinsame Spiel ein lebendiger Austausch und weckt die Freude an Kommunikation.
Im Workshop wird zunächst der Inhalt des Konzepts (mit Videos) näher erläutert. Praktische Übungen zeigen auf: Wie kann ich die Therapie reizvoller und mit allen Sinnen erlebbar machen? Welche Reize lassen Kinder „aufhorchen“ und erhöhen die Bereitschaft zur Interaktion? Wie kann ich Materialien vielfältiger einsetzen, damit ich die Kinder erreiche und sie berühren kann?

Grammatiktherapie nach dem Patholinguistischen Ansatz

Workshop-Leitung: Sandra Beßling

IMPULS Interaktionstraining - Alltagsintegrierte Sprachförderung bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung

Workshop-Leitung: Sylwia Maruszczak

Sprechen, Spielen, Spaß - Wie können sprachauffällige Kinder im Unterricht der Grundschule gefördert werden?

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Kathrin Mahlau

Viele Kinder lernen das Sprechen scheinbar mühelos. Wenn sie in die Schule kommen werden alle Laute und Lautverbindungen der Muttersprache beherrscht, mehrere tausend Wörter verwendet und noch weitaus mehr verstanden, komplexe Sätze werden gebaut und es wird mit anderen Menschen freudvoll kommuniziert. Doch nicht jedes Kind erlernt diese komplexe Fähigkeit ohne Probleme, ca. 8% (Grimm, 2003) haben Sprachentwicklungsstörungen, die nicht selten das Lernen und das soziale Miteinander ungünstig beeinflussen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sprachentwicklungsstörungen frühzeitig erkannt, die Störungssymptomatik abgebaut und die sprachlichen Besonderheiten im Unterricht berücksichtigt werden.

Im Workshop wird praxisnah erarbeitet, wie Kinder mit unterschiedlichen Sprachentwicklungsauffälligkeiten durch diagnos-tische Materialien erkannt und durch Übungen im „normalen“ inklusiven Unterricht gefördert werden können. So helfen auf ihre Testgüte geprüfte und einfach einsetzbare Lehrerfragebögen die Sprachentwicklung aller Kinder einer Klasse einzuschätzen (Screening). Für Kinder, die sich als sprachauffällig erweisen, werden für den jeweilig auffälligen Sprachbereich (Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Pragmatik, Sprachverständnis) weitere Fragebögen ausgefüllt, die die Grundlage für die Ableitung von unterrichtsimmanenten Sprachfördermaßnahmen bilden. Anschließend werden im Workshop zahlreiche Maßnahmen und Übungen vorgestellt, die die Kinder beim Abbau der Störungssymptomatik und beim Aufbau schulischen Wissens unterstützen. Die Übungen sind von Sylvia Herse in langen Jahren ihrer Tätigkeit in Sprachheil- und Grundschulklassen erfolgreich eingesetzt worden. Inhaltlich enthalten die beschriebenen Übungen ausschließlich Materialien und Methoden, die sich in einem ganz normalen Klassenraum befinden. Jede Übung kann ohne oder mit geringem Aufwand sofort eingesetzt werden. Der Erfolg der Maßnahmen wird durch ein wiederholtes Ausfüllen der Fragebögen überprüft. Im Workshop wird eine Auswahl aus den über 170 freudbetonten Übungen aus „Sprechen, Spielen, Spaß – sprachauffällige Kinder in der Grundschule fördern“ (Mahlau & Herse, 2017) vorgestellt.

Sprachstanddiagnostik mit dem SET 3-5

Workshop-Leitung: Lisa Assoudi

Der Spracherwerb und die anschließende angemessene Verwendung der eigenen Sprache stellen komplexe und besonders störungs-anfällige Aufgaben für ein Kind dar. Sprachliche Defizite im Kindesalter gehen mit zahlreichen psychosozialen Problemen einher und beeinflussen die Betroffenen bis ins Erwachsenenalter. Demnach fällt der Sprachentwicklungsdiagnostik im Vorschulalter eine besondere Rolle zu. In dem Workshop wird der Sprachstandserhebungstest für Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren (SET 3-5; Petermann, 2016) vorgestellt und einzelne Untertests exemplarisch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops durchgeführt. Anschließend werden verschiedene Fallbeispiele aus der klinischen Praxis vorgestellt

Gelingende Kommunikation in schwierigen Situationen

Workshop-Leitung: Peter Döscher

Anhand von praktischen Beispielen und Übungen werden Gesprächs-methoden und Kommunikationsstrategien theoretisch erläutert und praktisch erprobt.

Risikofaktoren für den Schriftspracherwerb

Workshop-Leitung: Dr. Arno Deuse

Workshops am Samstag, 22.09.2018 | 09:00 – 11:00 Uhr

Einschätzung der Kommunikationsentwicklung mit Hilfe von UK

Workshop-Leitung: Marie Just, Michael Evers

Für die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die sich mundsprechend kaum oder gar nicht mitteilen können, ist die Einschätzung, an welchem Punkt der kommunikativen Entwicklung sie jeweils stehen, von Bedeutung. Im Workshop wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein praxisorientierten Modell zur Einschätzung der kommunikativen Entwicklung aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK) rekonstruiert. Ergänzend werden Ideen und Materialien aus der UK-Praxis für eine schnelle Einschätzung des Kommunikationsentwicklung vorgestellt.

Pragmatisch-Kommunikative Fähigkeiten in der Schule fördern

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Markus Spreer, Prof. Dr. Stephan Sallat

Das Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Training (FWLT) im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I

Workshop-Leitung: Ellen Bastians

Die Erweiterung der lexikalisch-semantischen Sprachkompetenz ist mit der Vermittlung des Fachwortschatzes explizite Aufgabe jeden Faches in der Sekundarstufe I. Insbesondere die Bedeutung der Bildungssprache im Fach Mathematik rückt zunehmend in den Fokus expliziter Förderung. Kompetenzorientierung, Strategielernen und individuelle Lernprozessbegleitung ergänzen das Lernangebot.

Wie dies evidenzbasiert und nachhaltig sowohl im Sprachförder- wie auch Fachunterricht der Sekundarstufe I gelingen kann, soll an Beispielen des Mathematik-Fachwortschatzes mit dem Konzept des „Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Trainings (FWLT)“ von Bastians (2015) aufgezeigt werden. Dieses wurde für die Sekundarstufe I für sprachheterogene und inklusive Lerngruppen, basierend auf dem „Wortschatzsammler“ von Motsch, Marks und Ulrich (2015), entwickelt.

Phonologische Therapie nach P.O.P.T

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Annette Fox-Boyer

EULE – Erfassung und Entwicklung von Erzählfähigkeiten und Lesekompetenzen in Kita und Grundschule

Workshop-Leitung: Marlene Meindl

Ein Lächeln für Vietnam - Sprachheilpädagogische Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Vietnam

Workshop-Leitung: Dr. Ann Dieckmann